Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

 

Nach Presseberichten beabsichtigt die Deutsche Bahn, wie einige andere Bahnhöfe der Region auch das Bünder Bahnhofsgebäude zu veräußern und es der Stadt mit Vorkaufsrecht anzubieten.

 

Für Überlegungen eines solchen Kaufes oder auch für einen Erwerb des Bahnhofgebäudes durch andere beantragt die Ratsfraktion der FDP, daß die Stadt Bünde ihren Einfluß insbesondere in zwei Punkten mit Nachdruck geltend macht:

 

1. Das Bahnhofsgelände muß - wie grundsätzlich von der Deutschen Bahn angeblich zugesagt - behindertenfreundlicher werden, damit Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer endlich alle haltenden Züge in alle Richtungen erreichen und benutzen können. Dazu gehören auch stufenlose Zugänge zum Bahnhofsgebäude.

 

2. Der persönliche Kundendienst des bisherigen Fahrkartenservice einschließlich Telefonauskunft muß erhalten bleiben. Viele ältere, zugewanderte, behinderte und mit Computerautomaten nicht vertraute oder zu ihrer Nutzung nicht fähige Bahnkunden benötigen für Auskünfte und Fahrkartenangebote und -käufe einen persönlichen Kontakt. Dazu kommen die immer wieder auftretenden Ausfälle der kompliziert zu bedienenden Automaten auf dem Bahnsteig.

 

Mit freundlichen Grüßen

im Auftrag der FDP-Ratsfraktion

Ihr Ernst Tilly