FDP-Stadtverbandsvorsitzender Martin Lohrie begrüßt die Landtagsabgeordnete Yvonne Gebauer, rechts neben ihm Kreisvorsitzender Stephen Paul.

Von links: Bezirksvorsitzender Frank Schäffler, Fraktionsmitglied Hans-Jürgen Gronemeier und Fraktionssprecher Ernst Tilly.

FDP will beim Sparen

auch heiße Eisen anpacken!

 

Traditioneller Neujahrsempfang im Dammhaus

 

Von Rainer G r o t j o h a n n

 

B ü n d e (BZ).

 

Das war keine Überraschung: Die beiden Vertreter der FDP im Bünder Rat werden am kommenden Donnerstag dem Haushaltsentwurf der Verwaltung zustimmen.

Das hat Fraktionssprecher Ernst Tilly gestern beim traditionellen Neujahrsempfang im Dammhaus erklärt.

Die Planungen der folgenden Jahre werde die FDP ebenfalls mittragen, wenn in dem Maße wie vorgesehen deutliche Einsparungen beschlossen würden. »Dabei müssen wir auch an unangenehme

große Ausgabenbrocken herangehen, wie zum Beispiel Stadtbus, Bäder und die horrend steigenden

Kosten für das Museum, wenn der bisherige Zuschuss des Kreises wegfällt,« sagte Tilly.

 

Während er das Engagement von Ehrenamtlichen und Stadtbediensteten bei der Betreuung von Flüchtlingen lobte, forderte er den Kreis Herford auf, »bürokratische Hürden abzubauen«: Die drei Personen, die für die Koordinierung der Flüchtlingsbetreuung eingestellt wurden, müssten ihre Sprechstunden auch außerhalb des Kreishauses anbieten. Viele Flüchtlinge hätten keine Möglichkeit,

die Kreisstadt zu erreichen.

 

Gastrednerin des Empfangs war die

Landtagsabgeordnete Yvonne Gebauer aus Köln,

ihr Thema:

»Schule im 21 Jahrhundert – Herausforderungen für Politik und Gesellschaft.

 

Sie umriss drei große Themenbereiche –

Inklusion, Erhalt einer vielfältigen Schullandschaft und Sicherung der Unterrichtsqualität.

 

Bei letzterem sei insbesondere der eklatante Mangel an Lehrkräften

für den naturwissenschaftlich technischen Bereich ein drängendes Thema.

Sie kündigte Initiativen der FDP-Landtagsfraktion zur Reform der Lehrerausbildung und zu einer realistischen Erfassung von Unterrichtsausfällen an.

 

An die Zahlen, die Schulministerin Löhrmann vor wenigen Wochen vorgelegt habe, glaube diese vermutlich nicht einmal selbst.

 

Schule käme heute immer stärker neben dem Bildungs- der Erziehungsauftrag zu. Die Einstellungvon mehr Schulsozialarbeitern und Schulpsychologen sei eine der Möglichkeiten, die vorhandenen Defizite in den Griff zu bekommen.