Die Bünder Zeitungen berichteten am 17.1. ausführlich von einer öffentlichen Erklärung des türkisch-islamischen Kulturvereins und der türkisch-islamischen Gemeinde Bünde. Darin wird die Verpflichtung der Moslems für Frieden und Freiheit gegen Gewalt und Terroristen ausgesprochen:

„Der Terroranschlag auf das Leben von Medienschaffenden ist ein Anschlag auf die tragenden Pfeiler unserer Gesellschaftsordnung.“ Es reiche nicht aus, Verbrechen auf das Schärfste zu verurteilen: „Unsere Verantwortung als Religionsgemeinschaft ist ernster... Wir müssen deutlich machen, dass wir uns mit unserem Glauben und unseren Gemeinden für die Freiheit und das Leben eines jeden Menschen einsetzen.“

 

Martin Lohrie als Stadtverbandsvorsitzender und 1. stellv. Bürgermeister und Ernst Tilly als Sprecher der Ratsfraktion und Mitglied des Integrationsrates der Stadt haben am 19.1. gemeinsam dem Kulturverein und der Gemeinde in einem Brief und einer Presseerklärung für dieses öffentliche Zeichen gedankt:

 

„Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihre klaren Worte zu Frieden und Islam und gegen Terroristen, die Sie in beiden Bünder Zeitungen geäußert haben. Wir sind dankbar für das harmonische Zuusammenleben der Religionen und Volksgruppen in unserer Stadt, auch für das gute Verhältnis von türkisch-islamischem Kulturverein, Kurden und Aleviten.

 

Bei unseren Besuchen in Ihrer Moschee, Ihrer Gemeinde und Ihrem Verein haben wir herzliche Willkommenskultur gefunden; im deutsch-türkischen Freundschaftskreis haben wir seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit zugunsten von Kindern, Jugendlichen, Familien und Frauen. In Schulen, Kindergärten und Vereinen, besonders im Sport, gibt es in Bünde gelungene Integration. Die kulturellen Begegnungen in der Bürgerschaft beleben unsere Gemeinschaft. Im städtischen Integrationsausschuss haben wir erfolgreich für das Zusammenleben zusammengearbeitet.

 

So hoffen wir mit Ihnen auf eine Zukunft in Frieden, Freiheit und Nächstenliebe.“