Kostenloser Zugang zum Internet

Hauptausschuss spricht sich für Pilotprojekt im Steinmeisterpark aus!

 

 

Bünde (BZ).

 

Das Internet ist aus dem Leben der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken. Mit Smartphone oder Tablet kann man jederzeit ins weltweite Netz – vorausgesetzt, der Zugang ins Internet ist möglich. Die FDP-Ratsfraktion hat deshalb die Einrichtung öffentlicher WLAN-Knotenpunkte im Stadtzentrum zur kostenfreien Nutzung beantragt. Und stieß damit im Hauptausschuss auf allgemeine Zustimmung.

Ralf Grund (Stadtmarketing) erläuterte den Kommunalpolitikern zwei Varianten, die aus Sicht der Stadtverwaltung technisch realisierbar sind. So sei es möglich, am Museums- und Tönnies-Wellensiek-Platz vorhandene Glasfaserkabel zu nutzen und Knotenpunkte zu installieren. Von dort ausgehend könnten in Laternenmasten der Eschstraße weitere so genannte Accesspoints geschaffen werden. »Allerdings wird das Signal dann zur Mitte der Fußgängerzone hin immer schwächer. In Höhe der Hangbaumstraße wäre dann praktisch kein Internetzugang mehr möglich.« Bei der zweiten Variante müssten Gewerbetreibende und Einzelhändler auf freiwilliger Basis Passanten über Router in den jeweiligen Geschäften den Zugang zum Internet ermöglichen. Während die Variante Eins eine Datenübertragungsrate von bis zu 100 Megabit ermögliche, wären es bei der zweiten Variante etwa 16 Megabit.

Als grundsätzlich gut bezeichnete Dr. Heinz-Georg Beneke (CDU) den Vorstoß der Liberalen: »Damit wird die Lebensqualität in Bünde aufgewertet.« Allerdings mache dieses Angebot nur dort Sinn, wo die Stadt auch Aufenthaltsqualität biete. Seine Fraktion bevorzuge deshalb einen freien Internetzugang im Bereich Steinmeisterpark/Freibad – allerdings über Glasfaserkabel. Mit Blick auf die Eschstraße betonte Beneke, dass Gastronomen den freien Internetzugang selber als Service am Kunden anbieten sollten.

Unterstützung erhielt der Christdemokrat von der SPD-Fraktionsvorsitzenden Andrea Kieper. »Einen freien Zugang sollte es dort geben, wo die Leute sich länger aufhalten.« Neben Steinmeisterpark und Freibad seien dies der Marktplatz und der Bahnhofsbereich. Auch die Grünen signalisierten Zustimmung. Der CDU-Vorschlag mache Sinn, sagte Eyüp Odabasi: »Spannend wird das vor allem am Bahnhof. Hier besteht schließlich die Möglichkeit, über das Smartphone Tickets zu kaufen oder sich über Verspätungen zu informieren.«

Kritische Anmerkungen zur zweiten Variante kamen noch von SPD-Ratsherr Dr. Kai Unzicker. »Hätten wir es überhaupt in der Hand, Einzelhändler dazu zu überreden? Das würde doch auf Klinkenputzen bei den Anliegern hinauslaufen.«

Der Ausschuss votierte dann einstimmig dafür, im Bereich Steinmeisterpark/Freibad als Pilotprojekt freies Internet anzubieten. Sollte es sich dort als erfolgreich erweisen, könnte das Angebot auch auf Marktplatz und Bahnhof ausgeweitet werden.