In allen Bereichen stets ehrlich und verlässlich!

 

FDP-Urgestein

Hans-Jürgen Gronemeier

wird heute 75 Jahre

 

 

Bünde(BZ). Die Floskel vom »Urgestein« kommt einem nur schwer über die Lippen. Jedenfalls dann, wenn das (liberale) Urgestein so quicklebendig und agil ist wie Hans-Jürgen Gronemeier. Heute vollendet der FDP-Mann aus Bustedt sein 75. Lebensjahr.

Über mehr kommunalpolitische Erfahrung als er verfügt wohl niemand in Bünde. Seit dem Jahr 1974 Mitglied der Freidemokraten, begann Gronemeier bereits ein Jahr später sein politisches Engagement als Sachkundiger Bürger in der FDP-Ratsfraktion. In den Stadtrat zog er 1979 ein, dem er – mit fünfjähriger Unterbrechung – bis zur letzten Kommunalwahl angehörte. Damals schafften nur noch seine Parteifreunde Martin Lohrie und Ernst Tilly den Sprung in den Rat. Hans-Jürgen Gronemeier ließ sich aber überreden, weiter mitzuarbeiten, für die Liberalen sitzt er noch heute im Planungsausschuss.

Wer Hans-Jürgen Gronemeier kennt, nimmt ihm sein Credo ab: »In der Kommunalpolitik geht es immer um die Sache, nicht um Parteienstreit. Ist doch gleichgültig, ob CDU, SPD oder wer auch immer den besseren Vorschlag hat. Entscheidend ist es, die richtige Lösung zu finden.«

Die größte Enttäuschung war für Gronemeier, der über viele Jahre Sprecher seiner Fraktion war, dass die FDP bei der Kommunalwahl 1994 an der damals noch geltenden Fünf-Prozent-Hürde scheiterte. Die Liberalen hatten damals laut darüber nachgedacht, ob es nicht sinnvoller sei, den vorhandenen Badebereich am Standort Ennigloh aufzuwerten (»Platz war genug da«) und wollten das Freibad Bünde-Mitte auf den Prüfstand stellen. Das nahmen die Wähler übel und straften die FDP ab.

»Von da an traute sich niemand mehr an das Thema heran. In der Diskussion sind wir heute nicht weiter als 1994 – und haben viel Geld verschleudert«, blickt Hans-Jürgen Gronemeier mit ein wenig Verbitterung zurück. Bis zur Kommunalwahl 1999 waren die Liberalen raus aus dem Ratsgeschehen. Und Gronemeier, 22 Jahre lang auch Stadtverbandsvorsitzender, hatte alle Hände voll zu tun, um die Partei über diese schwierigen Jahre zusammen zu halten.

Verlässlichkeit und Kontinuität zeichnen Gronemeier nicht nur in seinem politischen Engagement aus. Der gelernte Kaufmann hat fast sein ganzes Berufsleben dem Unternehmen Brigitte-Küchen in Hiddenhausen die Treue gehalten. Fast 45 Jahre lang stand er in dessen Diensten, als Leitender Angestellter bestimmte er über Jahrzehnte die Geschicke der Firma mit.

Auch der SG Bustedt hält er bis heute als förderndes Mitglied die Treue, obwohl er als Vorsitzender und Sponsor des Vereins harte Nackenschläge hinnehmen musste. Den Blick zurück im Zorn über diese für ihn so enttäuschende Zeit verkneift sich Gronemeier jedoch.

Der Bustedter, auch Mitglied des Fördervereins Universum, ist begeisterter Hobbygärtner, pflegt gute nachbarschaftliche Kontakte, alte und neue Freundschaften. »Das Wichtigste aber in meinem Leben ist meine Frau Edith, die nur wenige Tage jünger ist als ich. Ohne eine solche Partnerin an meiner Seite wäre vieles anders, aber bestimmt nicht besser verlaufen«, sagt Gronemeier nachdenklich. Seit 47 Jahren ist das Paar unzertrennlich, hat alle Schicksalsschläge gemeinsam gemeistert.

FDP-Urgestein wird heute 75 Jahre alt

 

Mann der Finanzen:

Hans-Jürgen Gronemeier

ist seit über 40 Jahren aktiv in der Bünder Politik


Bünde (ged). Manches Ratsmitglied besuchte noch den Kindergarten oder war noch gar nicht auf der Welt, als Hans-Jürgen Gronemeier schon in der Bünder Politik mitmischte. Der FDP-Mann wird heute 75 Jahre alt.


Von 1975 bis ?79 war Gronemeier als Sachkundiger Bürger aktiv und hatte zum ersten Mal von 1979 bis 1984 ein Ratsmandat inne. Er war in zahlreichen Ausschüssen tätig. Zwei Wahlperioden (?84-?89 und ?89-?94) im Rat folgten für Gronemeier, der sich zu der Zeit besonders im Hauptausschuss der Stadt Bünde stark machte. Bis 1994 war Hans-Jürgen Gronemeier Fraktionsvorsitzender der FDP im Bünder Stadtrat.


1994 mussten die Liberalen dann eine Wahlperiode im Rat aussetzen, als es um die Frage ging, ob sich Bünde zwei Bäder leisten kann. Die FDP beantwortete sie mit Nein und bekam die Quittung vom Wähler.


Als die Freien Demokraten 1999 wieder als Fraktion in den Stadtrat einzogen, war Hans-Jürgen Gronemeier erneut ihr Vorsitzender und blieb es bis 2009, als er von Martin Lohrie abgelöst wurde.


Sein Hauptaugenmerk legte Gronemeier, der mehr als die Hälfte seines Lebens für die Kommunalpolitik aktiv war, auf die Bünder Finanzen.

 

© 2016 Neue Westfälische
11 - Bünde, Montag 18. April 2016